| Quelle | TOURDATA |
Vernissage
Die Veranstaltung
Werke von Alexander Ruthner, Jakob Gasteiger und Peter Niedertscheider
Details zur Eröffnung auf einen Blick:
Eröffnung: Montag, 13.April 2026, 19:00 Uhr Ort: Parz 1, Grieskirchen
Ausstellung: JAKOB GASTEIGER, PETER NIEDERTSCHEIDER, ALEXANDER RUTHNER
Einführung zur Kunst: Monika Leisch-Kiesl, Kunsthistorikerin
Die Künstler werden anwesend sein.
Ausstellungsdauer: 13. April bis 31. Mai 2026
Öffnungszeiten: Sonntag von 14.00-17.00 Uhr und Montag von 12.00-15.00 Uhr
Die Ausstellung zeigt mit Jakob Gasteiger, Peter Niedertscheider und Alexander Ruthner drei sehr unterschiedliche Positionen, die sich grundlegend mit Material, Struktur, Farbe und sinnlicher Wahrnehmung auseinandersetzen. Gasteiger löst Malerei von Ausdruck und Abbild und versteht sie als strukturierte, körperhafte Prozessspur. Seine reliefartige Bildsprache verleiht unserem dichten, von Informationen überflutetem Dasein, eine wohltuende Reinheit und Klarheit, die dem Betrachter meditativen Raum verleiht und doch mehr als reine Malerei sind. Niedertscheider überführt Malerei mit präzisen Steinreliefs in den Raum und vermittelt zwischen Illusion, Oberfläche und plastischer Realität. Er spielt mit einer Wechselwirkung von Tradition und Moderne und zieht den Betrachter mit seiner genialen Steinbildhauerei in den Bann, in dem er mit Wahrnehmungsmustern arbeitet. Ruthner arrangiert das Medium Malerei in zerzauste, wilde und zarte botanische Subjekte indem er traditionelle Motive durch serielle Transformationen in ein schwebendes, zeitgenössisches Bildverständnis überführt. Inhalt tritt zugunsten von Materialität, Struktur, Prozess und Wahrnehmung zurück.
Jakob Gasteiger *1953, studierte an der Hochschule für darstellende Kunst in Salzburg zählt zu den prägenden Vertretern der analytischen Malerei. Seit den frühen 1980er-Jahren entwickelt er ein konsequent reduziertes Werk, das sich mit Materialität, Struktur, Farbe und Wahrnehmung beschäftigt. Im Laufe der Jahre wandte er sich dem Prozesshaften zu. Seine Arbeiten entstehen durch den Einsatz selbstkonstruierter Werkzeuge, mit denen er früher Ölfarbe, heute Acryl, in konsequenter Reduktion über die Leinwand zieht und gleichzeitig eine reliefartige Struktur entsteht. Farbe erscheint dabei neben der rhythmischen Struktur auch als Ausdrucksträger. In der Reduktion von Gestus und Komposition lenkt Gasteiger den Blick auf grundlegende Bedingungen des Bildes wie Oberfläche, Wiederholung und Zeit. Seine Werke bewegen sich an der Schnittstelle von Malerei und Objekt und reflektieren die Möglichkeiten einer Malerei jenseits von Darstellung und Narration.
Peter Niedertscheider *1972, studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien in den Meisterklassen bei Alfred Hrdlicka und Brigitte Kowanz. Seine Reliefarbeiten, überwiegend aus Marmor und Kalkstein gefertigt, verbinden traditionelle Steinbildhauerei mit einer konzeptuellen Raumauffassung und spielen dabei mit Wahrnehmungsmustern und Ebenen. Das „Rilievo schiacciato“, eine klassische Technik der italienischen Renaissance, transferiert der Bildhauer in eine zeitgenössische Bildsprache. Ausgangspunkt sind häufig Stillleben, deren Motive durch geometrische Raster neu organisiert werden. Besonders charakteristisch ist seine Arbeit mit extrem flachen Reliefs, bei denen minimale Erhebungen im Millimeterbereich, im Zusammenspiel mit Licht und Schatten eine überraschende Plastizität erzeugen. Themen wie Innenraum, Raumteilung und Perspektive werden dabei ebenso verhandelt wie das Spannungsverhältnis zwischen Zeitlichem und der Realität. Historische Hintergründe aus der Renaissance akribisch in den Marmor gelasert, werden von Touristenströmen des 21. Jahrhunderts, dargestellt als Flachrelief, angezogen. Das bewusste Nebeneinander von fein ausgearbeiteten und roh belassenen Flächen verleiht seinen „Strandstücken“ eine zeitgenössische, Non Finito - Qualität.
Alexander Ruthner *1982 studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Daniel Richter und Peter Kogler, an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Albert Oehlen und in Athen. Großzügige Coolness und beiläufige Gesten wirken auf seinen Gemälden willkürlich verteilt. Ruthner verbindet in seiner Malerei klassische Bildtraditionen in seinen Wiesenstücken, abstrakt modifizierte Natürlichkeit mit floralen Elementen an eine Referenz an die Landschaftsmalerei. Faszinierend, den Betrachter überraschend entsteht eine Schichtung, Pinselstrich und Materialität erzeugen eine fragile Zeitlichkeit, in der Entstehung und Vergehen gleichzeitig sichtbar werden. In seinen Serien, transformiert Ruthner ein Motiv durch serielle Variation so lange, bis es in surreale Bildräume kippt. Dabei entsteht eine vibrierende Bildtiefe, in der sich Wiederholung, Verschiebung und Auflösung zu einem offenen Bildprozess verbinden.
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