| Quelle | Feratel |
Mercedes Echerer
Karl Satzinger
Die Veranstaltung
Das Geheimnis der Rozsanéni
ein Abend von und mit Mercedes Echerer
"Wenn die Katze schleicht, den Mond zu stehlen
und es erzählt dir jemand seine halberfundenen Träume, dann hör genau zu.“
So der Rat von Rozsanéni. Rozsanéni, ungarisch für Tante Rosa,
war schon vor meiner Erdenankunft ein gewichtiger Teil unserer Familie, aber sie war keine Verwandte.
Sie kam, blieb immer einige Monate, und irgendwann kam sie gar nicht mehr …
Diese sehr rundliche Frau, uralt, immer in Schwarz gekleidet,
hatte ein schier unerschöpfliches Repertoire an Liedern,
und an ihrem Busen konnte man sich so richtig ausweinen.
Vor allem bei Liebeskummer.
Sie beantwortete meine kindlichen Fragen mit einer unendlichen Geduld.
Doch eine Frage sollte ich ihr nie stellen.
Über so etwas spricht man nicht, so die verbreitete Haltung der Erwachsenen.
Ich ahnte es, aber ich wusste nicht, dass Rozsanéni eine Romni war.
Wenn ich schon als kleines Mädchen nicht darüber sprechen sollte,
so wollte ich es jetzt tun, setzte mich hin und fing an, meine Erinnerungen zu notieren.
Um mich dem Fremden in seiner Ursprünglichkeit anzunähern,
verknüpfte ich historische Fakten mit persönlichen Erlebnissen, Erinnerungen und Fragen.
Anlass diese Notizen für mein neues Programm ARRIVEDERCI ROMA zu verwenden,
war das 30-jährige Jubiläum der Anerkennung von Roma und Sinti als Volksgruppe in Österreich.
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